Coaching Gemeinschaftsverpflegung - Gesundheits- und Sozialeinrichtungen
Das Coaching Gemeinschaftsverpflegung unterstützt Gesundheits- und Sozialeinrichtungen dabei, ihr Verpflegungsangebot zu verbessern und gemäß den Bayerischen Leitlinien Gemeinschaftsverpflegung gesundheitsförderlich, wertschätzend, nachhaltig und wirtschaftlich zu gestalten.
Für die Essensgäste in den Einrichtungen ist die Verpflegung ein Wohlfühl- und Gesundheitsfaktor. Für die Einrichtungen kann sie ein Qualitätsmerkmal sein. Gutes Essen, Genuss und Freude am Essen sind Teil der Lebensqualität. Sie fördern die Gesundheit und die soziale Teilhabe der Seniorinnen und Senioren. Doch wie kann das erfolgreich umgesetzt werden?
Im Coaching überprüfen die Teilnehmenden ihre Verpflegung. Sie erhalten Informationen, wie sie ein gesundheitsförderliches, nachhaltiges Speisenangebot gestalten können - mit mehr regionalen und biologischen Produkten. Sie analysieren die eigenen Rahmenbedingungen in ihrer Einrichtung und diskutieren die interne und externe Kommunikation ihres Verpflegungsangebots. Auch der Austausch und die Vernetzung mit Fachkollegen ist wichtig, um neue Wege zu gehen und das Verpflegungsangebot zu verbessern.
Coaching Gemeinschaftsverpflegung
Das Coaching richtet sich an alle Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, z. B. Senioreneinrichtungen, Tagespflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und (Reha-)Kliniken in Bayern.
Wir unterstützen Sie über ein Jahr hinweg bei der Gestaltung Ihres Verpflegungsangebotes – ganz im Sinne der vier Leitgedanken der Bayerischen Leitlinien Seniorenverpflegung. Das Coaching umfasst drei bis fünf individuelle Vor-Ort-Termine sowie optional gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Coaching-Einrichtungen für den kollegialen Austausch.
In diesem Rahmen entwickeln Sie mit erfahrenen Coaches Ihre individuellen Ziele und Lösungsansätze zu den verschiedenen Bereichen Ihrer Verpflegung. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf den Themen gesundheitsförderliches Speisenangebot, Nachhaltigkeit sowie Kommunikation.
So profitieren Sie nicht nur von unserem Fachwissen und unseren Erfahrungen, sondern können sich auch aktiv mit anderen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen vernetzen und austauschen.
Interessierte Einrichtungen können das ganze Jahr über mit dem Coaching starten.
Interesse?
Coaching 2024
Im März startete das Coaching Seniorenverpflegung 2024. Die drei niederbayerischen Senioreneinrichtungen Hofberg Landshut, Kreisseniorenheim Mengkofen sowie St. Nikola Straubing nehmen daran teil.
Modul 1: Rahmen für die Mahlzeiten gestalten
In einem ersten Austausch suchten Küchen-, Pflege- und Einrichtungsleitungen gemeinsam nach Optimierungsmöglichkeiten der Verpflegungssituation in ihrem Haus. Dabei wurden der Speiseraum, die Versorgung in Wohngruppen, auf Station, aber auch die Präsentation der Speisen bis zur Einrichtung eines Essengremiums und regelmäßigen Austauschs aller beteiligten Professionen beleuchtet.
Modul 2: Ausgewogen verpflegen
In dieser Einheit besprachen wir die Merkmale einer gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Vollverpflegung für Senioren. Das reicht von einer bedarfsgerechten Energiemenge, ausreichend Flüssigkeit sowie Auswahl und Zubereitung von Mahlzeiten mit Lebensmitteln, die reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten bis hin zu besonderen Ernährungssituationen beispielsweise bei Kau- und Schluckstörungen. Eine Speiseplan-Check gibt Orientierung zur Optimierung eines ausgewogenen seniorengerechten Angebotes.
Vor-Ort-Besuche
Während des gesamten Coachings werden die Senioreneinrichtungen zwei- bis dreimal besucht. Vertreter aller Fachbereiche berichten von den Abläufen in der Küche, der Essensausgabe, in den Wohnbereichen, von der Kommunikation untereinander. Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten für Schwachstellen erarbeitet.
Modul 3: Verantwortungsvoll einkaufen
Die Senioreneinrichtung St. Nikola in Straubing war Gastgeber für das Modul "Verantwortungsvoll Einkaufen und Handeln". "Jedes Mal, wenn wir essen und trinken, entscheiden wir, in welcher Welt wir leben wollen", so E. Faber, früherer CEO von Danone. Die Nachhaltigkeit als Zusammenhang von Regionalität, Saisonalität und Ökologie wurde beleuchtet. Hinweise zu Bezugsquellen, Herkunfts- und Qualitätssiegeln waren ein großes Thema. Eine eigene Einkaufsanalyse ermittelt die Anteile der verschiedenen Herkunftsqualitäten.
© Trauzettel AELF AL
Modul 4: Erfolgreich kommunizieren
Warum macht mein Gegenüber nicht das, was ich ihm gesagt habe? Diese und ähnliche Schwierigkeiten in der Kommunikation wurden in diesem Modul erklärt. Es förderte mehr Verständnis füreinander und ein besseres Miteinander. In Übungen konnten die Teilnehmer das Gelernte vertiefen. Außerdem diskutierten sie die zahlreichen Möglichkeiten der internen und externen Kommunikation ihres Angebotes.
© Trauzettel AELF AL
Modul 5: Essen und Trinken bei Kau- und Schluckstörungen
Im Workshop im November 2024 ging Holger Grötzbach auf die Ursachen und möglichen Folgen von Dysphagie ein. Er zeigte therapeutische Maßnahmen und Hilfestellungen aus der Sicht der Logopädie auf.
Anschließend wurde besprochen, wie auf der Basis des normalen Speiseplanes eine angepasste, abwechslungsreiche Verpflegung für Bewohner mit Kau- und Schluckstörungen angeboten werden kann. Die Teilnehmenden tauschten sich aus, wie sie das Thema im Heimalltag umsetzen könnten. Zudem ging es um die Verwendung von gängigen Lebensmitteln.
Stev Kühn, Küchenleiter/Diätkoch, bot praxiserprobte Speisen zur Verkostung an. Er berichtete aus seiner Küchenpraxis, wie mit Spritzbeutel, Formen oder Aufschäumen die pürierten und passierten Speisen wieder in Form gebracht und optisch so angerichtet werden können, dass sie Lust auf Essen machen und gut schmecken.
© Trauzettel AELF AL
Abschluss mit Urkundenverleihung
Im Januar 2025 erhielten die Teilnehmer eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Coaching Seniorenverpflegung "Genussvoll Essen". In lockerer Runde tauschten sie sich aus und ließen ihre Highlights Revue passieren, aber auch die Schwierigkeiten. Alle wollen ihre erreichten Ziele wie Essensgremium, verbesserter Speiseplan, Einbau von mehr regionalen Produkten und mehr interne Kommunikation weiterverfolgen.
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