Straubinger Vortragsreihe
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© Martin Schulz, LWG Bamberg
Ab dem 12. Januar 2026 trafen sich wieder Anbauer, Berater, Vertreter der Sauerkonservenindustrie, der Züchter, der Verbände sowie aus verschiedenen staatlichen Institutionen an vier aufeinanderfolgenden Montagen zur Straubinger Vortragsreihe.
Teilgenommen werden konnte in Präsenz im Gasthof Karpfinger in Aiterhofen oder online.
Rückblick 2026
Bayerischer Industriegemüsebautag
12. Januar 2026 - Bayerischer Industriegemüsebautag
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© Martin Schulz, LWG Bamberg
Carolin Füssl vom Erzeugerring für Obst und Gemüse Straubing e. V. ließ traditionell mit ihren Praxisbeobachtungen das vergangene Anbaujahr aus Sicht der Anbauberatung Revue passieren. Eine besondere Herausforderung im Jahr 2025 war die Wahl des richtigen Aussaattermins für Einlegegurken. Die lange Frühjahrstrockenheit führte zu Problemen bei der Bestandsetablierung, insbesondere durch einen mangelhaften Aufgang der Einlegegurken. Beim Industriekraut stellte der Kohlerdfloh eine weitere Herausforderung dar. Zudem führten niedrige Temperaturen in der zweiten Julihälfte zu verminderten Erträgen bei Einlegegurken. Markus Göttl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing ging in seinem Vortrag zunächst ebenfalls auf die abgelaufene Saison aus Sicht des Pflanzenschutzes ein. Darüber hinaus informierte er über die aktuelle Zulassungssituation von Pflanzenschutzmitteln, darunter Verlängerungen, Neuzulassungen sowie laufende Notfallanträge. Ein weiterer Schwerpunkt seines Beitrags war die Situation des Monitorings der Schilf-Glasflügelzikade.
Im Anschluss gingen die Beraterkollegen Julia Böhringer und Robert Kirchner vom Gartenbaulichen Beratungsdienst für integrierten Gemüsebau Heilbronn e. V. konkret auf den aktuellen Sachstand zum Thema Glasflügelzikade im Gemüsebau ein. Anschaulich wurden den Zuhörern der Entwicklungszyklus sowie die Schadsymptome vorgestellt. Unter anderem ist der Schädling mittlerweile Überträger des Stolbur-Erregers bei Roter Bete, was zu Welkeerscheinungen an den Blättern sowie zu Fäulnis und der Ausbildung sogenannter „Gummiknollen“ führt. Auch andere Gemüsekulturen wie Rhabarber, Möhre, Pastinake, Kopfkohl, Zwiebeln und Wurzelpetersilie sind betroffen. Vorbeugende Maßnahmen bestehen unter anderem in einer angepassten Fruchtfolge, Schwarzbrache, dem Einsatz von Netzen sowie von Insektiziden.
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© Elisabeth Ammer, Straubinger Tagblatt
Anschließend präsentierte Daniela Gleißner vom AELF Landshut-Abensberg die Ergebnisse der Sortenschauversuche Industrieweißkraut aus den Jahren 2022 bis 2025. Die geprüften Sorten wurden unter anderem hinsichtlich ihrer Eignung für die Direktsaat, ihres Ertragspotenzials, der Innenqualität sowie ihrer Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen bewertet. Ergänzend erfolgte eine Bonitur äußerer Merkmale wie Kopfform, Standfestigkeit, Pflanzengröße, Feldhaltbarkeit und Seitentriebbildung. An einem weiteren Standort wurden Maßnahmen wie die Netzabdeckung, der Einsatz von Kristallkalk sowie zwei Biostimulanzien zur Reduzierung von Trockenstress im Sommer untersucht. Abschließende Aussagen hierzu sind derzeit noch nicht möglich, da die Vegetationsperiode 2025 vergleichsweise feucht verlief.
Andreas Herr, ein anerkannter und global agierender Spezialist im Bereich des Einlegegurkenanbaus, gab einen Überblick zu Anbausystemen und Sorten. In Deutschland werden derzeit rund zwei Prozent der Produktionsmenge auf etwa 100 bis 150 Hektar im ökologischen Anbau erzeugt. Bio-Einlegegurken stellen dabei ein Premium-Nischenprodukt dar. Ursachen hierfür sind unter anderem um rund 50 Prozent niedrigere Erträge sowie die hohe Nachfrage nach kleinfrüchtigen Gurken, was zu steigenden Rohwarenkosten führt. Gleichzeitig ist jedoch eine zunehmende Nachfrage zu verzeichnen. Grundsätzlich lassen sich zwei Anbaustrategien unterscheiden. Zum einen wird eine frühe Ernte durch Pflanzung und die Wahl geeigneter Sorten angestrebt, so dass die Ernte beginnt, bevor verstärkt Krankheitsdruck auftritt. Zum anderen stehen mittlerweile mehltauresistente Sorten zur Verfügung, die eine längere Erntesaison ermöglichen. Diese Sorten gelten jedoch derzeit noch als vergleichsweise ertragsschwach, so Andreas Herr.
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© Martin Schulz, LWG Bamberg
Frischgemüse und Sommerzwiebeln
19. Januar 2026 – Gemüseanbau im Fokus – Frischgemüse und Sommerzwiebeln
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© AELF Abensberg-Landshut
Alexander Weigl vom Erzeugerring für Obst und Gemüse Straubing e. V. stellte die Auswirkungen der Witterung auf verschiedene Kulturen vor. Geringe Winterniederschläge, eine trockene Frühjahrsperiode bis Anfang Juni sowie moderate Sommertemperaturen prägten die Saison 2025. Starke Hitze trat nicht auf. Durch den fehlenden Regen entwickelten frühe Saaten ein tiefreichendes Wurzelsystem. Auch Pflanzkulturen wuchsen im milden Sommer sehr gut. Gleichzeitig profitierten Blattläuse von den Temperaturen. So blieb besonders in Salat- und Zucchinibeständen der Befall hoch. Teilweise konnten Betriebe die Ernte nicht vermarkten.
Bei den rechtlichen Inhalten ging Markus Göttl (AELF Deggendorf-Straubing) auf die aktuelle Zulassungssituation und die Neuerungen bezüglich Aufzeichnungspflichten ein. Er zeigte auf, dass sehr viele Bemühungen seitens staatlicher Organisationen und Verbänden laufen, um den regionalen Anbau durch Pflanzenschutzlösungen zu sichern. Künftig müssen Landwirte bei Pflanzenschutzmaßnahmen auch das genaue Kulturstadium dokumentieren. Für 2026 kann die Aufzeichnung noch schriftlich erfolgen, ab 2027 ist eine elektronische Erfassung verpflichtend. Im produktionstechnischen Teil zeigte Göttl Möglichkeiten auf, um auf wegfallende Zulassungen im Insektizidbereich zu reagieren. Notfallzulassungen sollen kurzfristig unterstützen. Beim Monitoring der Schilf-Glasflügelzikaden wurde an allen Fallenstandorten Zikaden gefunden, auch auf Gemüseflächen. Im Gegensatz zu anderen bayerischen Gebieten konnten bisher noch keine Infektionen und Schäden an Gemüsekulturen im niederbayerischen Anbaugebiet verzeichnet werden.
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© AELF Abensberg-Landshut
Detaillierte Ergebnisse sind in den ausführliche Versuchsberichten abrufbar unter:
Florian Hageneder vom AELF Abensberg-Landshut präsentierte die Sortenversuche in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Die Versuche fanden auf Praxisflächen in Niederbayern statt. Im Möhrenversuch auf einem Praxisstandort im Raum Erding überzeugten die meisten der 20 Sorten mit einer guten Blattgesundheit. Diese Eigenschaft erleichtert die maschinelle Ernte. Schwächen zeigten die Sorten `Braid´ (Ta), `Saber´ (Ta), `Strugeon´ (GV) und `Neva´ (GV). Die Standardsorte `Nerac´ (Bj) bildete bei geringerer Bestandesdichte besonders schwere Rüben mit durchschnittlich 161 Gramm. Die höchsten Flächenerträge erzielten `Criebon´ (Ws) und `AGX 027´ (Ag). Beide Sorten zeigten jedoch eine ungleichmäßige Rübenform. Infolge der anhaltenden Niederschläge im Juli 2025 verzögerte sich die Ernte der Salatversuche um eine Woche. Aufgrund der feuchtwarmen Witterung entwickelte sich der Eissalat schneller und konnten zeitgleich mit dem Mini-Romana-Versuch geerntet werden. Von allen 15 getesteten Eissalatsorten erhielt `E01E.12917´ (Ez) über die Summe aller Bewertungskriterien den höchsten Gesamtwert. In der durchlaufenden Fotogalerie überzeugten die drei Romanasorten `Romi´ (Vil), `Hannes´ (Ez), und `Rawonder´ (Rz) mit sehr guten Ergebnissen.
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© AELF Deggendorf-Straubing
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© Agroscope
Betriebliche Rahmenbedingungen
26. Januar 2026 - Betriebliche Rahmenbedingungen
Der erste Vorsitzende des Landesverbandes der bayerischen Feldgemüseanbauer Josef Apfelbeck rief den Teilnehmern zu Beginn seiner Grußworte die angespannte geopolitische Lage in Erinnerung. Vor allem die Weltmächte USA, Russland und China streben nach günstiger Energie. Sei es durch Zugänge zu Ölfeldern oder durch erneuerbare Quellen. Auch die Landwirtschaft ist direkt von steigenden Kosten für beispielsweise Diesel, steigende Löhne und Kosten für Bewässerungswasser betroffen. Gleichzeitig sinke die Kaufkraft und die Bevölkerungszahlen in Deutschland, so Apfelbeck. Es ist daher enorm wichtig für die Landwirte ihre Kosten sehr genau im Blick zu behalten. Insgesamt werde der Druck auf die Produktion von Gemüse und Grundnahrungsmitteln sicher hoch bleiben, nicht zuletzt die unvorhersehbaren Folgen von internationalen Handelsabkommen wie Mercosur. Auch die anhaltend angespannte Lage bei den Pflanzenschutzmittelzulassungen und der Wasserverfügbarkeit für die Landwirtschaft stellen ein andauerndes Produktionsrisiko dar. Trotzdem ist es wichtig an der heimischen Produktion festzuhalten und die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln sicherzustellen
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© Tim Hackenberg, ZBG
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© AELF Abensberg-Landshut
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© AELF Abensberg-Landshut
Ökogemüse und Marktgärtnerei
2. Februar 2026 - Ökogemüse und Marktgärtnerei
© Christine Lenhardt
© Johannes Pelleter/
OG Marktgärtnerei
© Helmut Ettl
© Stephanie Völlner, AELF Abensberg-Landshut
„Betriebsleiter verlassen sich oftmals auf ihr Bauchgefühl – so auch bei der Arbeits- und Betriebswirtschaft.“ Peter Eichel und Rainer Petzi von der Abteilung Gartenbau am AELF Abensberg-Landshut setzten sich nachfolgend mit dieser These auseinander und beleuchteten verschiedene arbeitswirtschaftliche Optimierungsmöglichkeiten – vom theoretischen Ansatz bis hin zu konkreten Beispielen. Die Grundlage für arbeitswirtschaftliche Prozessoptimierungen sollten demnach stets konkrete, betriebsindividuelle Daten sein. Auf dieser Grundlage können faktenbasierte Entscheidungen zur Optimierung der Arbeitsleistung, zur Qualitätssteigerung oder zur Kosteneinsparung getroffen werden. Bei allen Optimierungsvorhaben darf jedoch die Mitarbeiterzufriedenheit nicht vernachlässigt werden. Für Betriebsleitungen bedeutet dies, die Mitarbeitergesundheit zu fördern sowie einen gewissen „Spaßfaktor“ ins Arbeitsgeschehen zu integrieren. Rainer Petzi zeigte anhand praktischer Beispiele, wie die Theorie in die Praxis überführt und dabei ein Mehrwert für Betrieb und Mitarbeiter geschaffen werden kann. Er zeigte auf, dass in manchen Fällen „die Justierung kleiner Stellschrauben“ – wie beispielsweise die Änderung der Arbeitsplatzorganisation oder -gestaltung – bereits nach kurzer Zeit merkliche Verbesserungen nach sich ziehen kann.
Rückblick
2025
21. Januar 2025 – Frischgemüse und Sommerzwiebeln
Am zweiten Tag der Straubinger Vortragsreihe wurde das Publikum im Gasthaus Aiterhofen und die ca. 30 Online-Teilnehmer vom Behördenleiter des AELF Abensberg-Landshut, Jens Nebe, begrüßt. Der Gemüseanbau in Deutschland verfügt bei einem Selbstversorgungsgrad von knapp unter 40 % und bei steigendem Trend zur fleischlosen Ernährung über enormes Potential. Nebe verwies aber auch auf die steigenden Herausforderungen im Anbau durch Klimawandel im Zusammenhang mit Wetterkapriolen, neue Schaderreger, den Bewässerungsbedarf bei gleichzeitig sinkenden Grundwasserspiegeln und den zunehmenden Mangel an Saisonarbeitskräften. Im Anschluss übernahm Stefanie Pahnke, Abteilungsleiterin Gartenbau am AELF Abensberg-Landshut das Wort, die an diesem Tag als Moderatorin durch die Veranstaltung führte.
© Carolin Füßl
Zu Beginn setzte Alexander Weigl, neuer Geschäftsführer des Erzeugerringes für Obst und Gemüse Straubing e.V., seinen Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Witterung bei verschiedenen Gemüsekulturen. Bodenverdichtungen infolge hoher Winterniederschläge 23/24 in Kombination mit regelmäßigen Niederschlägen von teilweise hoher Intensität führten vor allem in der Speisezwiebel zu Problemen. Krustenbildung durch Verschlämmung erschwerte den Auflauf. Die andauernde Blattnässe führte zu einem hohen Infektionsdruck über die Saison durch Falschen Mehltau. Außerdem waren bei vielen Partien die Qualitäten durch Bakteriosen am Zwiebelhals beeinträchtigt.
Durch die hohe Bodenfeuchte im Frühsommer bildeten viele Frischmarktkulturen (z. B. Zucchini, Kohlarten) kein tiefreichendes Wurzelwerk, so dass bereits bei kurzen Trockenphasen frühzeitig bewässert werden musste. Im niederbayrischen Anbaugebiet traten 2023 erstmalig Ausfälle in größerem Umfang durch die Verticillium-Welke bei Chinakohl auf. Der Erreger kann bis zu 15 Jahre im Boden überdauern, chemische Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es keine. Als vorbeugende Maßnahmen für die Praktiker bleiben lange Anbaupausen und die Verwendung weniger anfälliger Sorten.
Florian Hageneder vom AELF Abensberg-Landshut stellte die Sortenversuche bei Möhren und Salaten vor. Im Möhrenversuch auf einem Standort im Raum Erding überzeugten alle Sorten trotz feuchter Jahreswitterung mit einer hohen Blattgesundheit, was die Voraussetzung für eine zügige maschinelle Ernte ist. Auffallend waren die einheitliche Rübenform und das hohe Stückgewicht von `Nun 13119´ mit 204 g. Im Gegensatz lag die Bestandsdichte bei `Novar (Bj)´ um 30 % höher, deshalb waren die Möhren mit 126 g deutlich kleiner, aber sehr uniform mit glatter Schale.
Die Anbaufläche an Kopfsalat ist in Niederbayern leicht rückläufig, Flächenzuwächse sind bei Romana und Eissalat zu verzeichnen. Deshalb wurden neben dem Romana, nach einer Versuchspause wieder ein Eissalat-Sortenversuch durchgeführt. Bei den Romanasorten überzeugte neben dem Standard `Thimble (Nun)´ auch `Stargo (Syn)´ mit einem sehr homogenen Bestand, der schnell abzuernten war. In der durchlaufenden Fotogalerie zeigten die drei Eissalatsorten `16050 (Vil)´, `16476 (Vil)´, und `ICE Wave (Syn)´ eine überdurchschnittliche Bewertung.
© Christine Lenhardt
© Daniela Gleißner
Einen ausführlichen Überblick zur Verbreitungsgeschichte, Symptomausprägung und ersten Monitoring-Ergebnissen gab Dr. Jan Nechwatal vom Institut für Pflanzenschutz an der LfL in Freising. Der Erstnachweis der durch zwei Bakterientypen verursachten Erkrankung erfolgte in Bayern 2019 an Zuckerrüben. Mittlerweile sind in größerem Umfang auch Kartoffeln und verschiedene Gemüsekulturen, wie Rote Bete, Sellerie, Karotte, Wurzelpetersilie etc., derzeit noch vor allem im Anbaugebiet Unterfranken, betroffen. Die Symptome variieren bei Gemüsekulturen je nach Stärke und Zeitpunkt der Infektion und ist auch standort- und witterungsabhängig. Erste Anzeichen sind oft Vergilbungen an den Laubblättern, mit Wuchsverzögerungen und Welke, ein Starkbefall führt bei Wurzelgemüse zum Weichwerden „Gummiwurzeln“ der Knollen/Rüben bis hin zur Unverwertbarkeit.
Hauptüberträger der Bakterien ist die Schilf-Glasflügelzikade. Die bis zu 10 mm großen erwachsenen Zikaden entwickeln sich über mehrere im Boden lebende Jugendstadien an unterirdischen Pflanzenorganen u. a. Zuckerrübe, Kartoffel, Wurzelgemüse. Bekämpfungsstrategien gibt es derzeit keine, chemische Maßnahmen scheiden aufgrund des Entwicklungszyklus der Zikade aus. Anpassungen in der Fruchtfolge durch Anbau von Nichtwirtspflanzen z. B. Mais, einer Schwarzbrache nach Wirtspflanzen oder weniger attraktiver Zwischenfrüchte wie Senf und Ölrettich versprechen eine Reduzierung des Schädlings. Minimierung von Ernteresten und eine stressreduzierende Bestandsführung zeigen ebenfalls positive Effekte.
Stefan Kopfinger von der LfL am Standort in Ruhstorf gab den Landwirten einen Überblick über die Vielfalt an Systemen zur intelligenten Unkrautregulierung. Die Auswahl an Geräten bzw. Robotern bei automatisierter bzw. autonomer Hacktechnik und zielgerichteter Pflanzenschutztechnik steigt zunehmend. Neben technischen Aspekten beleuchtete der Referent auch ökonomische und förderrechtliche Gesichtspunkte.
Mit dem Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft Digital (BaySL Digital) fördert der Freistaat Bayern Investitionen im digitalen Bereich.
Die ausführlichen Versuchsberichte sowie weitere Informationen finden Sie unter:
- Gemüsebauversuche KIP - LWG
- Gemüsebauversuche ökologischer Anbau - LWG
- Bekämpfungsverfahren zur Kontrolle von Schilf-Glasflügelzikaden und der von diesem Vektor übertragenen bakteriellen Zuckerrübenkrankheit "SBR" - LfL
- Digitalisierung - LfL
- Bayerisches Sonderprogramm Landwirtschaft Digital (BaySL Digital) - Staatsministerium
27. Januar 2025 – Betriebliche Rahmenbedingung
Am 27. Januar 2025 fand im Gasthaus Karpfinger in Aiterhofen bei Straubing der dritte und letzte Tag der diesjährigen Straubinger Vortragsreihe statt. Die Veranstaltung, die sowohl online als auch vor Ort stattfand, zog etwa 70 Teilnehmer an und gab Einblicke zum Thema „Betriebliche Rahmenbedingungen in gartenbaulichen Unternehmen“. Die Eröffnung erfolgte durch Siegfried Jäger, dem niederbayrischen Bezirkspräsidenten des BBV und Josef Apfelbeck, Vorsitzender Landesverband bayerischer Feldgemüsebauer e. V.. Beide gingen kurz auf die derzeitige Problematik des „Wassercents“ in Bayern ein. Als Moderatorin führte Stefanie Pahnke, Leiterin der Abteilung Gartenbau beim AELF Abensberg-Landshut, durch den weiteren Verlauf des Nachmittags.
© Carolin Füßl
Annely Idhe vom Landesverband der Wasser- und Bodenverbände in Bayern informierte über die vielfältigen Aufgaben ihres Verbandes. Dabei unterstützen sie bei Neugründungen von Wasserverbänden und sehen es ebenso als ihre Aufgabe, bestehende Wasserverbände anzusprechen und sie an ihre Satzung und Sitzungsprotokolle zu erinnern. Frau Ihde betonte, dass es das Ziel für das Jahr 2025 sei, den Bekanntheitsgrad der Wasser- und Bodenverbände zu erhöhen. Damit „Wasser“ in Zukunft positiv kommuniziert wird. Denn um regional zu produzieren, muss die Landwirtschaft mit Wasser versorgt werden.
© Johannes Frank
Göbel zeigte Mittel zur Vergrämung auf, beispielsweise mit Drachen in Raubvogelform oder Schreckschussapparate. Die komplexe und zeitaufwendige Jagd ist nur auf Rabenkrähen im Zeitraum vom 16.07. bis zum 14.03. erlaubt. Saatkrähen sind ganzjährig geschont. Bei einer weiteren Ausbreitung sind noch umfangreichere Schäden an verschiedensten Kulturen vorprogrammiert. So erhofft sich der Referent von neuen Zulassungen bei Beizen, Vernetzung von Jägern und Landwirten und konsequenter Meldung von Schäden an die entsprechenden Behörden spürbare Erleichterung für die Anbauer.
Ergebnisse zum laufenden Forschungsvorhaben zum Saatkrähenmanagement - LfU:
© Daniela Gleißner


