Lehrerfortbildung - Lernen mit allen Sinnen
Realschul- und Gymnasiallehrer erleben Haltung von Weideschweinen

Das Programm Erlebnis Bauernhof ermöglicht Schülerinnen und Schülern der 2. bis 10. Jahrgangsstufe, an einem Lernprogramm auf einem Bauernhof teilzunehmen. Ein Betriebsbesuch in der Grundschulzeit und ein weiterer in der Sekundarstufe wird vom Staatsministerium für alle interessierten Klassen finanziert.

Um sich davon zu überzeugen, was sie vor Ort erwartet, wenn sie ihren Fachunterricht z. B. in Biologie oder Geografie einen Tag auf einen landwirtschaftlichen Betrieb verlegen, trafen sich Gymnasial- und Realschullehrer aus den Landkreisen Landshut und Kelheim im Frühjahr 2026 zur Fortbildung auf dem Kirchthanner Biohof von Familie Mühlbauer bei Postau.

Personen stehen vor Gehege von SchweinenZoombild vorhanden

Zwischenstopp an der Schweineterrasse

In der Rolle der Schülerinnen und Schüler
Vor Ort schlüpften sie in die Schüler-Rolle und ließen sich von Regina und Kathi Mühlbauer alles Wissenswerte rund um die Haltung von Weideschweinen erklären. Sie staunten über die Zusammensetzung des „Schweinemüslis“, das aus Weizen, Hafer, Roggen, Triticale, Gerste, hofeigenem Soja und Ackerbohnen besteht und erfuhren, dass man sich den Tieren am besten langsam, ruhig und von der Seite nähern soll. Beim Hofrundgang durften die Teilnehmer wenige Tage alte Ferkel streicheln. Auch hier wurde die „Wissenskomponente“ spielerisch verpackt und die Tragezeit der Muttersau mit einer Eselbrücke vermittelt: „Leicht zu merken“, meinte Kathi Mühlbauer, „drei Monate, drei Wochen, drei Tage, also in etwa 115 Tage“.
Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Fortbildung auf dem Kirchthanner BiohofZoombild vorhanden

Theorie-Teil der Fortbildung auf der Ladenterrasse in direkter Nachbarschaft zur Schweineweide

Frühlingshafter Lernort
Mit Blick auf die Weide erklärte sie den Unterschied von Heu und Stroh sowie von Jauche und Gülle und dass Schweine bereits ab 20 Grad Celsius unter Hitzestress leiden können. Die Suhle hilft dann bei der Regulierung der Körpertemperatur. Auch das Energiekonzept des Betriebs und die Themen Schlachtung und Verarbeitung wurden beim Hofrundgang angesprochen. Das Fortbildungsprogramm zeigte, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb ideal ist, um mit allen Sinnen zu lernen und aktiv zu sein.