Trends, Steuerrecht, Vermarktung und Austausch
Niederbayerischer Direktvermarktertag 2026

6 Personen sitzen nebeneinander vor einem GebäudeZoombild vorhanden

Veranstalterinnen und Referierende

Direktvermarktung erfordert Kreativität, außerdem müssen Erzeuger ihre Absatzmärkte und Kunden genau kennen und sich an eine Reihe von Vorgaben halten, wenn es um Rechnungstellung und Versteuerung geht. Um all diese Themen im Blick zu haben, trafen sich knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Niederbayerischen Direktvermarktertag im Café Siebensee in Landshut.

Franziska von Krezmar, Leiterin des Bereichs Ernährung und Landwirtschaft an der Regierung von Niederbayern, zeigte die Wichtigkeit der regionalen Lebensmittelproduktion und -Vermarktung auf und glich sie mit den Trends aus dem Ernährungsreport 2025 ab.

Regionale Vermarktung, Tourismus und E-Rechnungen

Alexander von Poschinger vom Tourismusverband Ostbayern e.V. berichtete anschließend, wie regionale Vermarktung und Tourismus „Hand in Hand“ gehen können. Die E-Rechnung war das Thema von Thomas Kölbl, Steuerberater der Treukontax Landshut, denn ab Januar 2028 dürfen nur noch E-Rechnungen ausgestellt werden, wenn der Geschäftsvorgang zwischen zwei Gewerbetreibenden erfolgt. Papierrechnungen oder einfache PDF-Dateien sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als Rechnung zulässig.

Personen sitzen in einem RaumZoombild vorhanden

Praxisteil im KI-Workshop

Workshops zu künstlicher Intelligenz und Warenwirtschaft fördern Austausch
Die Organisatorin des Direktvermarktertags, Heidi Gegenfurtner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg-Landshut betonte den Workshop-Charakter der diesjährigen Veranstaltung. Dadurch soll das Netzwerken und der Austausch unter Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterstützt werden.
In einem dieser beiden Workshops stellte Anja Mayr vom Biohof Mayr in Penzing ihren Berufskollegen KI als ihren „Gedankensortierer im Hofalltag“ vor und erklärte, welche Arbeitsabläufe sich durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz effizienter gestalten lassen.
Gerhard Feigl vom Hofgut Wandlbeck zeigte im zweiten Workshop anhand praxisnaher Beispiele aus der eigenen Direktvermarktung, wie mit einer gut organisierten Warenwirtschaft der gesamte Warenfluss transparent dargestellt werden kann.
Weidehaltung samt -schlachtung
Zwischen den Workshopdurchgängen referierte Carolin Widl vom Galloway Hof Oberkühbuch über den Aufbau ihrer Galloway Herde, die Weidehaltung und -Schlachtung und die erfolgreiche Vermarktung der Galloway-Fleischpakete.
Anregungen für Betriebe aus der Umgebung
Die Produktpalette der teilnehmenden Betriebe deckte auch in diesem Jahr die komplette Bandbreite landwirtschaftlicher Erzeugnisse ab: von Mehl über Pilze, Edelbrände, Fleisch und Fruchtaufstriche war bis zu Säften, Milchprodukten und Gemüse alles vertreten.
Aus dem Landkreis Landshut war der Bereich „Geflügel“ erneut stark repräsentiert. Ingrid Grosser hat schon mehrere Fortbildungen besucht und sich dieses Mal besonders auf den KI-Workshop gefreut. Sie bietet Eier und Eierlikör, Suppenhühner und Fonds in Bio-Qualität vom Grosserhof in Pfarrkofen in der Direktvermarktung an. Regina Hofmeier von Hofis Hofladen in Vilsbiburg betreibt ihren Hofladen erst seit rund 2 Jahren.

Eier und Geflügel aus eigener Haltung und Schlachtung finden in Rombach ihre Abnehmer. Um ein breiteres Sortiment anbieten zu können, arbeitet sie mit dem Nusshof Eibl in Neufraunhofen zusammen, wo sämtliche Produkte rund um die Walnuss – von Aufstrichen über Nussmehl bis hin zu Walnussdressing und Snack-Nüssen – produziert werden. Das „Vermarktungsteam“ war gemeinsam zum Direktvermarktertag gekommen und nahm auch diesmal viele Anregungen mit nach Hause, die sie nun nach und nach umsetzen wollen.